Stabfigurencompany

Während Zuschauer bei menschenähnlichen Robotern Mängel in ihrem nonverbalem Verhalten
übel nehmen, haben wir mit unseren dargebotenen künstlichen Figuren in den zurückliegenden
15 Jahren durch den Realitätsgehalt unserer Darbietungen
keine Erfahrung mit dem von Masahiro Mori beschriebenen Phänomen
"Uncanny Valley" gemacht. Als Uncanny Valley(engl. „unheimliches Tal“)
bezeichnete er einen allgemein empirisch messbaren, paradox erscheinenden Effekt
in der Akzeptanz von dargebotenen künstlichen Figuren auf die Zuschauer.
Ganz im Gegenteil: In dem Moment, wo unsere Figuren zum Beispiel
die Schwerkraft überwinden, ist bei dieser unnatürlichen
Ausdruckskomponente immer eine besondere Zustimmung auffällig.
(Auch Jesco von Puttkamer (NASA) war am 24.9.2000
von diesem Element unserer Darbietung auf der
"Berliner United Space Parade" sehr beeindruckt.)
Möglicherweise hängt das auch damit zusammen,
dass der Figurenbauer Sölk H. Schulze unseren Puppen
auch immer einen gewissen Anteil an
abstrakte Komponente verliehen hat,
die im Zusammenwirken mit unserem realistischem Spiel
auf Menschen faszinierend wirken.

Max Ebert - Puppenspieler und Leiter der Stabfigurencompany